21. 05. 98 1.Tag (60km)
Nach der Anreise per Zug von Bad Homburg nach Saarbrücken wurde
unsere Achtergruppe am Hauptbahnhof freundlich von Reni, einer engagierten
Radlerin im ADFC Saarbrücken, empfangen. Gemeinsam erfuhren wir das
Saarufer an der Berliner Promenade und die Innenstadt um den St. Johanner
Markt bis hin zum Schloßplatz. Von dort bot sich uns ein letzter
Überblick (Bianca, Birgit, Reni / alle
/Jürgen,Reni) über die Innenstadt, bevor
wir Saarbrücken saarabwärts in Richtung Völklinger Hütte
verließen. Leider war der Saaruferweg wegen einiger Ausbauarbeiten
der Saar [die Freizeitmotorbootfahrer werden's irgendwann danken] häufig
umgeleitet. Unser nächstes Ziel, die Alte
Völklinger Hütte, gilt als bedeutendes industriegeschichtliches
Zeugnis und ist seit 1994 als Weltkulturerbe anerkannt. Der Weg durch die
Hütte führte uns durch das Gasgebläsemaschinenhaus (Bernd,
Bianca) über Außenanlagen (Doris
/ Doris, Reni, Jürgen / Bernd,
Jürgen) bis zur Beschickungsebene der Hochöfen - nur mit
Schutzhelm (Doris, Volker / Volker).
Reizvoll sind manche Spuren der Rückeroberung
der Industriebrache durch die Natur. Über mitunter abenteuerliche
Wege (alle / Jürgen
/ Volker bei Aufnahme von Jürgen) gelangten
wir zum Ziel unseres heutigen Tages, nach Merzig.
22. 05. 98 2. Tag (95km)
Start in einer wolkenverhangenen Tag (Jürgen
/ Doris, Bianca). In Dreisbach trennte sich unsere
Gruppe kurzzeitig auf: während drei von uns lieber direkt an der Saar
weiterfuhren, haben die restlichen fünf den - nicht ganz unbeschwerlichen
- Aufstieg nach Cloef, dem Aussichtspunkt oberhalb der berühmten Saarschleife
bei Mettlach in Angriff genommen. Unsere Mühen wurden durch einen
herrlichen Ausblick (Doris, Bernd, Bianca / Bernd,
Bianca, Volker) gelohnt. In der Mittagszeit trafen wir uns dann wieder
alle in den Ausstellungsräumen von Villeroy&Boch,
einer Firma, die ihren Stammsitz in Mettlach hat und in diesem Jahr ihr
250jähriges Bestehen feiert. Ein liebenswert inszenierter Film über
die Firmengeschichte mit Peter Ustinov (Bernd: so'n Opa) als Erzähler
lohnt auf jeden Fall einen Besuch. Nach einer kurzen Kaffeepause in Saarburg
führte uns unser Weg über Konz (an der Mündung der Saar
in die Mosel) nach Trier. Eine kleine Hommage an den "Meister": eine Lage
Nußecken vor der Porta Nigra. Unser Tagesziel:
Pölich.
23. 05. 98 3. Tag (85km)
Der Tag begann mit einer Besichtigung einer römischen Wasserleitung
in Pölich, auf deren Erkundung der Chronist wegen der unzureichenden
räumlichen Verhältnisse vorsichtshalber verzichtete. Eine restaurierte
Kelterstelle aus alten römischen Zeiten bot sich für die nächste
Rast an (Volker / alle),
um eine Flasche guten Mosel-Rieslings stilvoll zu leeren (Birgit).
Vorbei an steilen Weinhängen radelten wir (Peter,
Jürgen / Ute / Bianca,
Birgit) nach Bernkastel-Kues. Ein kurzer Aufenthalt auf dem Marktplatz
(Bernd, Bianca / Birgit,
Jürgen / Peter) mit seinem Renaissance-Rathaus
reichte uns: nur schnell raus aus dieser Touri-überlaufenen Stadt
(Volker: Bernkastel-Neuschwanstein ob der Tauber). Eine Strauß-Wirtschaft
in Wehlen erschien uns zur Mittagsrast (Bianca, Ute,
Birgit / Ute, Birgit / Doris,
Jürgen) da wesentlich verlockender. Radler-Tip: ab Zeltingen-Rachtig
bis Traben-Trabach auf dem rechten Mosel-Ufer bleiben! Dieses Ufer gehört
nur den Radfahrern und Fußgängern. Kurze Rast in Traben-Trabach
(alle / Doris, Ute) mit
einem Hinweis, wie Radler zu ihrem Wolf kommen.
An unserem Tagesziel, Zell, haben wir in etwas ausgelassenerer Stimmung
(Bernd, Bianca / Birgit)
unser letztes Abendessen in einer Pizzeria genossen.
24. 05. 98 4. Tag (40km)
In der Nacht hatte es geregnet. Verständlich, daß auch heute
morgen unser Blick ab und zu den Wolken galt. Ein paar Kilometer durch
Nieselregen blieben dann auch nicht aus. In Senheim hatten wir unseren
ersten Stop im Wein-Museum (Doris) mit der Neben-Bezeichnung
"Sammlung Schlagkamp-Desoye", was der Realität dieses Wein-Utensilien-Lagers
eher entspricht. Eine museumspädagogisch orientierte Durchforstung
der Bestände täte diesem "Museum" sicher gut. Mittagessen (Peter
/ Birgit, Jürgen) in dem malerischen Moselort
Beilstein. An unserem Tageszeil, in Cochem, traut sich Doris nochmal auf
eines der beiden Liegeräder, die diese Tour
mitgemacht haben. Nach zwei Stunden zur freien Verfügung ging's ab
17:00 wieder per Bahn nach Bad Homburg zurück. Dem Tourenleiter wurde
bei der Gelegenheit ein großzügiges Abschiedsgeschenk
gemacht.
This presentation is sponsored by Volker B.
Radek